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Proaktiven und reaktiven Blockierungsmaßnahmen

Was ist der Unterschied zwischen proaktiven und reaktiven Blockierungsmaßnahmen?

Hindernis- oder Blockierungsmaßnahmen sollten immer dann angewendet werden, wenn sich jemand unbemerkt in einem geschützten Bereich aufhalten könnte.

Proaktive Hindernisse ermöglichen es dem Bediener, die Rückstellung einer Maschine zu verhindern, während er sich im geschützten Bereich befindet. Reaktive Blockierfunktionen ermöglichen es zu entkommen oder eine Rückstellung zu stoppen, wenn diese ausgelöst wird.

Reaktive Blockierfunktionen

Proaktives Blockierfunktionen

proaktiven und reaktiven Blockierungsmaßnahmen

Ganzkörperzugang
Bei Anwendungen mit “full body access”, d. h. in allen Situationen, in denen sich eine Person vollständig in einem geschützten Bereich aufhalten kann, muss sichergestellt werden, dass die gefährliche Maschine nicht wieder in Gang gesetzt werden kann, solange sich eine Person in diesem Bereich aufhält. Dies kann erreicht werden, indem eine manuelle Rücksetzvorrichtung an einem Ort mit voller Sicht auf den geschützten Bereich angebracht wird oder indem Geräte zur Anwesenheitserkennung, wie z. B. ein 3D-Radarscanner, verwendet werden, um Personen an nicht einsehbaren Orten zu erkennen.

Allerdings sind diese Optionen aufgrund der Größe, des Layouts oder der Umgebung des geschützten Raums nicht immer möglich oder praktisch. In diesen Fällen und wenn es die Risikobewertung erfordert, sollten ein oder mehrere Sperrvorrichtungen installiert werden. Die Sperrfunktionen lassen sich in zwei Arten unterteilen. Blockierfunktionen können proaktiv verhindern, dass die Gefahr zurückgesetzt wird, während sich Personen im Raum befinden, oder reaktiv sicherstellen, dass die Gefahr gestoppt wird, wenn die Personen eingeschlossen sind.

Proaktive Blockierfunktionen
Die proaktive Blockierung bietet dem Bediener eine persönliche Kontrolle, die Tür kann nicht hinter ihm verriegelt werden und die Gefahr kann nicht zurückgesetzt oder neu gestartet werden, solange er sich im geschützten Bereich befindet – selbst wenn er nicht sichtbar ist.

Beispiele für proaktives Blockieren sind:
– Verwendung einer Sicherheits-Schlüsselfunktion an einem Sicherheitsschalter
– Verriegelung eines Sicherheitsschalters
– Ein Detektionssystem wie Radarschutz oder Laserscanner
Zutrittsschutzsysteme für Türen oder Lichtvorhänge

Reaktive Blockierfunktionen
Reaktive Blockierfunktionen in Kombination mit einem Warnsystem bieten die Möglichkeit zur Flucht, wenn jemand in einem geschützten Bereich eingeschlossen ist. Das häufigste Beispiel ist eine Notentriegelung. Sie sollte sich vom gesicherten Bereich aus in allen Betriebszuständen leicht öffnen lassen, auch wenn der Strom ausgefallen ist.

Das Öffnen der Verriegelung mit einer Flucht- und Entriegelungsfunktion sollte einen Stoppbefehl an der Maschine auslösen.

Beispiele für reaktive Verriegelungen sind:
– Sicherheitsverriegelung mit einer All-in-One-Notentriegelungsfunktion
– Sicherheitsschalter oder Sicherheitssensor ohne Verriegelungsfunktion (nur wenn RI&E dies zulässt).
– Signalleuchten mit oder ohne Tonsignal

Wünschen Sie weitere Informationen? Unsere Sicherheitsexperten sind für Sie da! Kontaktieren Sie uns einfach unter +49 211 88 23 1735, senden Sie eine E-Mail an sales.de@usp-safety.com oder fordern Sie eine Beratung über das Kontaktformular am Ende der Seite an.

 

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